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Ötztaler Radmarathon

Die 10:15 h sind so schlecht auch nicht und wieder neue Bestzeit. Es sind jetzt schon 2:32 h Differenz zu meinem ersten Start in 2008. Die Verbesserung zum letzten Jahr beträgt 16 min.

Es war ein Wetter-Wechselbad. Am Freitag hochsommerliche Temperaturen, am Samstag heftigste Gewitter mit stundenlangem Dauerregen und einem riesigen Temperatursturz. Schneefall in den Bergen… Am Sonntag waren die Wolken weg und die Aussichten super. Nur zum Start war es „kühl" – 2 Grad und gefühlte Minusgrade auf der Abfahrt nach Ötz. Dauerzittern…
Die Abfahrt nach Ötz verlief diesmal ohne Hektik und Stürze in der näheren Umgebung. Nach gut 40 min ging's ins Kühtai. Die Auffahrt ging gut und oben wartete Schnee. Und wieder eine Menschentraube. Schon unglaublich, diese Stimmung.

Die Abfahrt Richtung Innsbruck war noch kühl, aber es wurde langsam wärmer. Über den Brenner ging es nicht super schnell, aber alles war noch im Plan. Guter Hoffnung ging es in den Jaufenpass und die Beine fühlten sich gut an. Die letzten 2-3 km wurden dann schwer und es zeigte sich mal wieder, dass es etwas anderes ist, diesen Pass als Startpunkt zu fahren oder im Rahmen des Ötzi… Langsam bröckelte auch die Zeit. Nach der Verpflegung ging es mit „neuen" Kräften in die Abfahrt nach St. Leonhard. Diese Abfahrt ist immer wieder ein Erlebnis, aber unten angekommen wartete der „Backofen".
Eingangs Timmelsjoch lagen die Temperaturen über 30 Grad und bei mir stellten sich heftige Probleme und im Fortgang leichter Würgereiz ein… Es war eine Qual.

Besser wurde es dann wieder nach der letzten Labestelle in Schönau. Hier beginnt dann zwar das schwere Teilstück des Timmelsjochs, aber die Aussicht, dass es dann geschafft ist, verleiht Flügel. Und für den Fall, dass der Effekt nicht eintritt, hatte ich Red Bull getankt…
Zu dem Zeitpunkt war allerdings schon klar, dass die Zielzeit weg ist und es wohl eher 10:15h werden würden. Die Abfahrt vom Timmelsjoch war dann schon Vorfreude pur und reiner Geschwindigkeitsrausch. Und dann der große Schreck! Am letzten Anstieg zur Mautstation machte der linke Oberschenkel zu. Krampf! An ein Weiterfahren in der Sitzposition war nicht mehr zu denken. Nach 5 min Wiegetritt war der Krampf „besiegt" und es meldete sich der rechte Muskel. Allerdings nicht so heftig, die Mautstation war erreicht, die Schussfahrt nach Sölden begann und nach 10:15h war das Ziel erreicht.
Das Timmelsjoch war dieses Mal der Scharfrichter für mich. Statt der geplanten 2:20 h habe ich 2:42 h benötigt. Das wär's gewesen…

Egal, unfallfrei und gesund angekommen. Das Material hat wieder super funktioniert. Die Organisation war perfekt, die Stimmung riesig bei einer tollen Veranstaltung. Und die Schmerzen vergehen in den nächsten Tagen...Und nicht zu Letzt: Ganz lieben Dank an Silke für die fürsorgliche Betreuung!

Die Fakten: 10:15h (9:52h netto) für 227 km und 5210 hm. Max. Geschwindigkeit 101 km/h. Durchschnittsgeschwindigkeit: 23 km/h. Kalorienverbrauch: 8665 kcal.

Rang gesamt: 1890, Rang Kategorie: 1150.

Kleiner Nachtrag von Silke: Unterstützt habe ich gern, die Stimmung ist ja auch für die „Nicht-Fahrer" einfach riesig. Das Ötztaler Fieber lässt einen nicht mehr los. Ich bewundere die Frauen, die sich dieser Tortur stellen. Und so entsteht langsam ein noch verschwommenes Bild von einem Ötztaler Start 2013. Schau´n wir mal!

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Steckbrief

Ötztaler Radmarathon
28.08.2011
Sölden, Österreich
1 Teilnehmer über 238 km und 5500 hm
Thomas: 10:15 h, 1150. Platz der AK
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